ING-ON Software-Engineering

Wege in die Selbständigkeit

Ich hatte nie geplant mich selbstständig zu machen. Die Idee entstand während eines Ferienjobs an der Hochschule Emden, bei dem ich meine erste Software zur Optimierung eines Biomasseheizkraftwerks entwickelte. Fasziniert von der Idee beliebig komplexe Produktionsanlagen mittels Rechenmodellen zu vereinfachen und kalkulierbar zu machen sowie erste Erfolge mit einem Prototypen waren dann Anlass einer Gründung aktiv entgegenzustreben. Es folgte die Suche nach einer Möglichkeit aus der anfänglichen Idee ein tragfähiges Geschäftskonzept zu entwickeln und dieses in ein zukunftsfähiges Unternehmen umzusetzen. Ich habe mich an die Hochschule Emden und an das EGZ gewandt. Beide haben mich während der gesamten Vorbereitung und Gründungsphase beratend unterstützt. Über die Förderung durch ein EXIST-Stipendium wurde das Unternehmen ING-ON Ende 2010 gegründet.

Tipps und Hilfen für Gründer

Man ist auf Hilfe und Beratung angewiesen! Das Abenteuer "Gründung" besteht nicht nur aus der Idee mit der man sich selbstständig macht sondern auch aus einer gründlichen Dokumentation, Organisation, Planung, Kalkulation und Umsetzung der Geschäftsidee. Für mich war trotz eines guten Studiums und erster Berufserfahrung fast alles Neuland und mit viel Arbeit verbunden. Mit einer guten und regelmäßigen Beratung kann man viel Zeit sparen und einiges einfacher machen.

Helfen lassen durch einen Coach. Für mein Stipendium war ein Coach vorgeschrieben, der die Gründung aktiv begleitet und bei Vorbereitung und Ausarbeitung des Businessplans unterstützt. Dies war sehr hilfreich und hat mir bis heute großen Nutzen gebracht. Wenn ich noch einmal gründen würde, dann nur mit einem Coach.

Es gibt sehr viele Fördermöglichkeiten, die man auf jeden Fall nutzen sollte. Das EGZ ist hier ein guter Startpunkt für erste Informationen, Auswahl einer geeigneten Förderung und Antragstellung.

Nehmen Sie sich Zeit für den Businessplan! Er ist der ganz persönliche Mondstaub eines Gründers und dokumentiert das Geschäftskonzept (wie, womit und warum wird Umsatz erwirtschaftet) inklusive Organisation, Marktanalyse, Planung und zukünftige Entwicklung. Dieses Dokument zu erstellen benötigt viel Zeit und Aufwand. Gerade wenn man im Gründungsfieber ist, würde man dies jedoch gerne so kurz und knapp wie möglich fassen.

Vorteile eines Businessplans sind:

  • dass man bei der Erstellung einen sehr guten, klaren und detaillierten Gesamtüberblick über sein künftiges Unternehmen gewinnt.
  • Man muss nicht immer alles im Kopf behalten, sondern kann im Businessplan nachschauen.
  • Hilft als Bewertungsgrundlage wenn man einen Kredit bei einer Bank aufnehmen möchte/muss
  • Wenn man Werbung machen möchte oder eine Homepage, hat man die wichtigsten Inhalte bereits parat
  • Tolle Entscheidungsgrundlage, wenn man sein Unternehmen weiterentwickeln möchte

Weitere wichtige Informationen

Wenn Sie lieben was sie machen (oder machen wollen), dann werden Sie auch erfolgreich gründen!

Die typische Unternehmerwoche mit 60+ Arbeitsstunden muss niemanden verschrecken. Erstens gibt es genügend Gründer, die auch weniger zeitaufwendig erfolgreich ein Unternehmen aufbauen und zweitens hat man als Gründer (und später auch als Unternehmer) so viel Spaß an der Arbeit (und damit der Selbstverwirklichung), dass jede Arbeitsstunde purer Genuss ist.

Die Gründung geht einher mit dem sukzessiven Ausbau der eigenen Selbstständigkeit. Man muss lernen Entscheidungen zu treffen, Termine einzuhalten, zu kommunizieren und bereits im Voraus zu wissen, was als nächstes zu tun ist. Dies gewährleistet zielstrebiges Handeln und gibt Sicherheit bei der Unternehmensführung.