Marketing

 

Marketing

Marketing ist in der ersten Zeit nach der Unternehmensgründung besonders wichtig. Aber auch im gesamten Zeitraum der Unternehmung darf das Marketing nicht vernachlässigt werden. Denn Marketing stellt Akquisition dar, und Kunden zu gewinnen ist mit der wichtigste Punkt in der Selbständigkeit.

Die Planung

So sollte man sich bei der Planung der Marketingstrategie folgende Fragen stellen:

Wie ist die Marktsituation?

  • Welche Ansprüche stellt der Markt an uns und an unsere Produkte/ Dienstleistungen?
  • Welche Wünsche und Bedürfnisse haben unsere Kunden?
  • Welche Preise sind unsere Kunden bereit zu bezahlen?
  • Wer sind die wichtigsten Wettbewerber auf unserem Markt? Mit welchen Angeboten? Zu welchen Preisen?

Wie ist die Unternehmenssituation?
Zu einer Bestandsaufnahme gehört immer in die Bewertung des eigenen Unternehmens. Welche Anforderungen erfüllen Sie, die der Markt von Ihnen verlangt? Wo müssen Sie besser werden?

Wie lauten Ihre Marketing-Ziele?
Für die Planung ist es wichtig kurz- (1-3 Jahre), mittel- (4-5 Jahre) und langfristige (6-10 Jahre) Ziele festzulegen.

Mit welchen Maßnahmen sollen die Ziele erreicht werden?

  • Wie soll das Produkt/Dienstleitung beschaffen sein?
  • Zu welchem Preis soll das Produkt/Dienstleistung angeboten werden?
  • Welche Art der Bekanntmachung wollen Sie Kunden ansprechen?

Wie hoch ist Ihr Marketing-Etat?
Hier geht es um Werbung, Verkaufsförderung und Kommunikation mit Kunden. Alle denkbaren Marketing-Aktivitäten haben eine "natürliche" Grenze: Ihr Marketing-Budget.

Marketing-Mix

Marketing kann über verschiedene Maßnahmen laufen. Oft ist der richtige Mix aus der Vielzahl von Marketingmöglichkeiten entscheidend. Wie dieser Mix aussieht ist abhängig von der Zielgruppe die erreicht werden soll. Um nicht den Überblick zu verlieren, ordnen Sie diese Marketinginstrumente in vier Gruppen zu (siehe Grafik).

Marketing-Mix

Marketingfehler

Gründer sind sehr oft Meister ihres Faches, bei der Herstellung eines Produktes oder der Arbeit im Rahmen einer Dienstleistung. Gleichzeitig fehlen in vielen Konzepten Informationen darüber, ob Produkt oder Dienstleistung vom Markt überhaupt gewünscht sind und wie verkauft werden sollen.

Fehlendens Image
Unternehmen verstehen sich oft lediglich als Produkt- oder Dienstleistungsanbieter. Sie übersehen dabei, dass sie vom Kunden nie allein, sondern als "komplexes Ganzes" gesehen werden. Problematisch ist, dass viele Gründer die Bedeutung des Firmenauftrittes unterschätzen. Wichtig ist vielmehr, dem Unternehmen so schnell wie möglich ein "Gesicht" zu geben und diese Identität systematisch und einheitlich zu kommunizieren.

Dazu gehören:

  • sinnvolle Namensgebung
  • Entwicklung eines aussagekräftigen Logos
  • einheitliche, für die Firma repräsentative Geschäftspapiere (von der Visitenkarte bis hin zur Imagebroschüre)

Erlahmende Öffentlichkeitsarbeit
Mit einer einmaligen, noch so schwungvollen Eröffnungsaktion zum Unternehmensstart sollte Ihre Öffentlichkeitsarbeit keinesfalls erledigt sein. Ihre Firma bekannt zu machen und zu erhalten, ist Chefsache. Dies ist eine permanente Aufgabe, die Sie als Inhaber einer jungen Firma ständig verfolgen sollten.

Werbekiller "Tagesgeschäft"
Viele Jungunternehmer vernachlässigen ihren Außenauftritt und ihre Werbeanstrengungen, nicht zuletzt deswegen, weil sie vom Tagesgeschäft viel zu stark beansprucht werden. Vergessen Sie über die Belastungen des Alltags nicht: Sie sollten einen Vertriebsmaßnahmenplan und Werbeplan aufstellen. Beide sollten Vorgabe für die einzelnen Verkaufs- und Werbemaßnahmen sein.
 
Verzettelte Akquise
Sehr häufig müssen Jungunternehmer nach einer erfolgreichen Startphase registrieren, dass Auftragseingang und Verkauf stagnieren. Gleichzeitig sind nur wenige neue Kunden hinzugekommen. Hintergrund: Gründer haben sehr oft Probleme, ihre Akquisebemühung zu konzentrieren und - im Sinne des Unternehmenskonzeptes - zielgruppengenau zu gestalten. Sie verzetteln sich, der Erfolg aller Bemühungen rechtfertigt den Aufwand nicht, die Kosten übersteigen die Einnahmen. Hier hilft eine konsequente Abgrenzung der Zielgruppe.

Werbe- und Kommunikationsmittel

Es steht als Werbe- und Kommunikationsmittel eine Vielzahl von Kanälen zur Verfügung um auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Es eignet sich nicht für jedes Unternehmen die gleichen Mittel. Dies ist immer abhängig von der Zielgruppe die man erreichen möchte. Hier eine kurze Übersicht.

Anzeigen
Mit der Schaltung von Anzeigen in mehreren Tageszeitungen, hat man eine gute Möglichkeit sein Produkt oder Dienstleistung einer großen Masse anbieten und den Bekanntheitsgrad des Unternehmens regional und überregional zu erhöhen. Anzeigen bringen gewisse Vorteile wie:

  • Eine Anzeigenschaltung ist kurzfristig möglich.
  • Textänderungen sind innerhalb weniger Tage möglich.

Hörfunk
Ein Hörfunkspot bei einem oder mehreren Lokal Sendern kann einen hohen regionalen und überregionalen Bekanntheitsgrad erreichen.

  • Je nach Sender können jüngere oder ältere Hörer angesprochen werden.
  • Hörfunkspots können mehrmals täglich gesendet werden.

Flyer
Ein Flyer enthält alle wesentlichen Informationen über Ihr Angebot und Ihr Unternehmen. Sie können Ihn an geeigneten Standorten auslegen oder per Post gezielt an potenzielle Kunden schicken. Kurzfristige Änderungen sind aber in der Regel nicht möglich.

Internet
Das Internet bietet vielseitige Möglichkeiten: Von der eigenen Homepage über Banner auf Fremdseiten bis zu AdWords bei Google. Die Verbreitung ist geografisch unbegrenzt. Allerdings ist der Nutzerkreis auf Internetnutzer beschränkt. Die Werbung im Internet nimmt aber stetig an Bedeutung zu.

Sponsoring
Das Sponsoring umfasst die systematische Förderung von Personen, Organisationen und Veranstaltungen, durch Geld-, Sach- oder Dienstleitungen. Das Sponsoring kann aber nicht andere Werbemaßnahmen ersetzen.

Mund-zu-Mund-Propaganda
Sehr Häufig wird die Mund-zu-Mund-Propaganda unterschätzt. Jeder zufriedene Kunde hat Freunde, Bekannte oder Geschäftspartner, die ebenfalls Ihre Produkte oder Dienstleistung benötigen. Aber es besteht auch sehr schnell die Gefahr, dass Mund-zu-Mund-Propaganda ins Gegenteil umschlagen kann.  Denn häufig merken sich die Kunden negative Ereignisse besser als positive.